Konferenz-Programm

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PDF-Version(Stand: 25.01.2018)

Hinweis: Kurzfristige Änderungen des Programms sind vorbehalten. Änderungen werden auf dieser Webseite bekanntgegeben und hier in das Programm eingepflegt. Bitte beachten Sie, dass der PDF-Download nicht alle kurzfristigen Änderungen enthalten muss.

Dienstag, 27. Februar 2018


08:30 - 17:30 Uhr Öffnungszeiten Konferenzsekretariat Ort: Hörsaal F, Hörsaalgebäude

09:00 - 10:30 Uhr
09:00 - 17:30 Uhr
10:30 - 11:00 Uhr Kaffeepause
11:00 - 12:30 Uhr
11:30 - 17:30 Uhr Vernetzungstreffen DIN Sprachressourcen (auf Einladung) Ort: S 25, Seminargebäude
12:00 - 14:00 Uhr Abschlusstreffen PK (auf Einladung) Ort: S 23, Seminargebäude
12:30 - 14:00 Uhr Mittagspause
14:00 - 15:00 Uhr Treffen AG Graphentechnologien Ort: S 26, Seminargebäude
14:00 - 17:00 Uhr Treffen AG Referenzcurriculum Ort: S 21, Seminargebäude
14:00 - 17:30 Uhr Treffen AG Digitales Publizieren Ort: S 22, Seminargebäude
15:00 - 17:00 Uhr Treffen AG Museum Ort: S 23, Seminargebäude
14:00 - 17:30 Uhr Treffen AG Datenzentren Ort: S 24, Seminargebäude
14:00 - 15:30 Uhr
15:30 - 16:00 Uhr Kaffeepause
16:00 - 17:30 Uhr Vernetzungstreffen Digitale Musikwissenschaft Ort: S 26, Seminargebäude

16:00 - 17:30 Uhr
17:45 - 19:15 Uhr Eröffnung von DHd 2018 und Eröffnungs-Keynote: (Ort: Hörsaal B, Hörsaalgebäude)

09:15 - 23:59 Uhr Eröffnungsempfang mit Buffet Ort: Hörsaalgebäude

Workshop 8
09:00 - 10:30 Uhr (Teil A) und 11:00 - 12:30 (Teil B) Ort: S 01, Seminargebäude
Die systematische Erfassung und wissenschaftliche Erschließung einer Sammlung sind grundlegende Voraussetzungen, um ihr wissenschaftliches Potential sichtbar zu machen. Häufig aber fehlen Software-Lösungen und Know-How für eine flächendeckende Digitalisierung und Online-Präsenz.

Dieser Workshop führt anhand praktischer Beispiele in die digitale Sammlungsarbeit mit WissKI und in die Modellierung mit dem CIDOC Conceptual Reference Model (CRM) ein. Durch die praktische Arbeit lernen die Teilnehmer die im Projekt „Objekte im Netz” bereitgestellte Modellierung sowie die Konfiguration der Virtuellen Forschungsumgebung (VFU) für universitäre Sammlungen kennen.

Martin Scholz1, Sarah Wagner2

1: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland
2: Germanisches Nationalmuseum, Deutschland

Workshop 9
09:00 - 17:30 Uhr (ganztätig) Ort: S 11, Seminargebäude
In recent years, the Digital Humanities have witnessed the steadily growing popularity of models from distributional semantics, like LDA topic modeling and Word2vec. But in spite of their huge potential for Digital Humanities, multiple aspects of their application still remain untapped.

This workshop by the DARIAH working group *Text and Data Analytics* and *Digital Humanities Flanders* (DHuF) will bring together practicioners to present and discuss recent developments in the field, with David Bamman (University of California, Berkeley) presenting a keynote lecture. The workshop also aims to reach non-presenting participants who take an active interest in distributional models.

Fotis Jannidis1, Mike Kestemont2

1: Universität Würzburg, Deutschland
2: Universität Antwerpen, Belgien

Workshop 10
09:00 - 10:30 Uhr (Teil A) und 11:00 - 12:30 (Teil B) Ort: S 12, Seminargebäude
The workshop presents ATHEN(Annotation and Text Highlighting Environment), an extensible desktop-based annotation environment which supports more than just regular annotation. Besides being a general purpose annotation environment, ATHEN supports indexing and querying support of your data as well as the ability to automatically preprocess your data with Meta information. It is especially suited for those who want to extend existing general- purpose annotation tools by implementing their own custom features, which cannot be fulfilled by other available annotation environments.

Markus Krug1, Ngoc Duyen Tanja Tu2, Lukas Weimer1, Isabella Reger1, Leonard Konle1, Fotis Jannidis1, Frank Puppe1

1: Universität Würzburg, Deutschland
2: Institut für Deutsche Sprache, Deutschland

Workshop 11
09:00 - 10:30 Uhr (Teil A) und 11:00 - 12:30 (Teil B) Ort: Tagungsraum, Seminargebäude
Software ist ein integraler Bestandteil jeder Forschungsaktivität, so auch in den Digital Humanities zur Bearbeitung von geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungsfragen. Im allgemeinen Sinn verstanden reicht das Anwendungsfeld für geisteswissenschaftliche Forschungssoftware von der täglichen Arbeit mit Webbrowsern und Textverarbeitungsprogrammen bis hin zum Einsatz spezialisierter Softwarelösungen, virtueller Forschungsumgebungen oder auch webbasierter Publikations- und Analyseinstrumente für geisteswissenschaftliche Forschungsdaten. Im speziellen Sinn und insbesondere im projektspezifischen Forschungskontext verstanden ist Forschungssoftware in den Digital Humanities als Summe spezifischer Komponenten aufzufassen, die unter entwicklerischer Durchdringung der jeweiligen Wissens- und Anwendungsdomäne konzipiert und implementiert werden.
Zum aktuellen Zeitpunkt finden die Entwicklungsprozesse für Forschungssoftware in den Digital Humanities häufig noch isoliert, unreflektiert, undokumentiert, nicht an gängigen Industriestandards ausgerichtet und insbesondere nicht innerhalb eines organisierten, disziplinspezifischen Rahmens statt. Aus dieser Situation heraus ergibt sich ein eminentes Nachhaltigkeitsproblem für geisteswissenschaftliche Forschungssoftware.

Der hier vorgeschlagene Workshop versteht sich als eine erste Maßnahme, auch in den Digital Humanities im deutschsprachigen Raum einen kritischen Reflexionsprozess zum Thema ‘Nachhaltige Softwareentwicklung’ anzustoßen und durch die Etablierung einer gemeinsamen Diskussionsplattform ein stärkeres Bewusstsein für diesen zentralen, aber vernachlässigten Baustein guter Digital Humanities Forschung zu wecken.

Torsten Schrade1, Alexander Czmiel2, Stephan Druskat3

1: Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Deutschland
2: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Deutschland
3: Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland

Workshop 12
09:00 - 10:30 Uhr (Teil A) und 11:00 - 12:30 (Teil B) Ort: S 15, Seminargebäude
Digitale Spracharchive sind ein integraler Bestandteil der Forschungsdateninfrastruktur und haben den spezifische Auftrag, audiovisuelle Sprachdaten und Dokumente zu sichern und auf deren Basis Wissensgenerierung zu ermöglichen und zu unterstützen. Ein Spracharchiv ist in diesem Sinn eine Plattform, die zwischen Produzenten und Konsumenten von Primärdaten vermittelt, so dass diese direkt oder indirekt interagieren können. Den datenproduzierenden Forschern ermöglicht das Archiv, Audio- und Videoaufnahmen menschlicher Kommunikation zu archivieren und idealerweise web-basiert zugänglich zu machen. Auf der anderen Seite werden Forscher, Sprachgemeinschaften und die weitere Öffentlichkeit in die Lage versetzt, diese Daten aufzufinden, zu betrachten, herunterzuladen und weiterzuverwenden und auf dieser Grundlage neues Wissen zu generieren. Um diesen Austausch zu unterstützen, haben die verschiedenen Spracharchive komplexe Webplattformen entwickelt.

Wie alle Forschungsdatenarchive profitieren Repositorien für audiovisuelle Daten von einem voranschreitenden Standardisierungsprozess. Infrastrukturinitiativen wirken als starke integrative Kraft und haben mit der Etablierung von Standards, die in allen Aspekten des Datenlebenszyklus zur Anwendung kommen, gemeinsame Lösungen geschaffen. Forschungsdatenrepositorien für Sprachdaten sind herausgefordert, gültige Standards zu implementieren und gleichzeitig attraktive Dienste anzubieten, die die Spezifika der Datentypen und die Bedürfnisse der jeweiligen Nutzergruppen berücksichtigen, um eine erfolgreiche Nachnutzung von Forschungsdaten zu befördern.

Der Workshop soll Archivbetreibern, Datenkuratoren, Datenproduzenten und Datenkonsumenten die Möglichkeit zum Austausch über Angebote, Bedarfe und zentrale Weiterentwicklungen geben. Der Workshop richtet sich an Betreiber von Forschungsdatenrepositorien mit audiovisuellen (Sprach-)Daten sowie Mitarbeiter von Institutionen, die Forschungsdatenmanagement für Forschung mit audiovisuellen Daten anbieten. Ebenso sind auch Wissenschaftler als aktive oder potentielle Nutzer von Forschungsdatenrepositoren angesprochen.

Jonathan Blumtritt, Felix Rau

Universität zu Köln, Deutschland

Workshop 13
14:00 - 15:30 Uhr (Teil A) und 16:00 - 17:30 (Teil B) Ort: S 15, Seminargebäude
Audio Mining für die Geistes- und Kulturwissenschaften besitzt ein großes Potential für die Arbeit in den einzelnen Fachwissenschaften, stellt die Sprachtechnologie aber vor komplexe und interessante Heerausforderungen.

Ziel des Workshops ist es daher, den Stand der Technik, aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für den zukünftigen Einsatz und Weiterentwicklung der Audio Mining Technologien darzustellen und zu diskutieren. Dafür wollen wir Forscherinnen und Forscher aus den Sprachtechnologien mit Forscherinnen und Forscher aus den Geistes- und Kulturwissenschaften zusammenbringen. Der Workshop bietet einen Rahmen um technische Forstschritte zu präsentieren, Beispiele der Anwendungen von Sprachtechnologien in der Forschung vorzustellen, Erfahrungen und Herausforderungen zu diskutieren sowie neue Nutzungsszenarien zu entwickeln. So werden konkrete Ergebnisse und Anwendungen aus dem BMBF Projekt KA³, die im »Kölner Zentrum Analyse und Archivierung von AV-Daten« künftig zur Verfügung stehen, vorgestellt und Anwendungsmöglichkeiten diskutiert, die für die Weiterentwicklung der Projektergebnisse Anregungen geben sollen. In dem Workshop soll der Austausch zwischen Forscherinnen und Forschern aus der Informatik und den Geisteswissenschaften gefördert werden.

Der Workshop richtet sich nicht nur an Forscherinnen und Forscher aus dem Bereich der Sprachtechnologie oder der Geistes- und Kulturwissenschaften, die mit Sprachtechnologien arbeiten, sondern auch und besonders an interessierte Geistes- und Kulturwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen, deren Forschung durch den Einsatz von Sprachtechnologien profitieren könnte, sowie an Archivare und Dokumentare, die audiovisuelle Daten bereitstellen.

Joachim Köhler2, Almut Leh3, Nikolaus Himmelmann1, Felix Rau1

1: Universität zu Köln, Deutschland
2: Fraunhofer IAIS
3: FernUniversität in Hagen

Workshop 14
14:00 - 15:30 Uhr (Teil A) und 16:00 - 17:30 (Teil B) Ort: Tagungsraum, Seminargebäude
Ausgehend von komprimierten Präsentationen (jeweils 10 Min.) sollen folgende editionstheoretischen und -technischen Fragen diskutiert 
werden: 1. Offenheit und institutionelle Schließung (Patrick Sahle), 2. Akteure und Rollen (Jochen Strobel), 3. Kommentierung – ein Auslaufmodell? (Anne Bohnenkamp), 4. Versionierung/Zitation (Joachim Veit), 5. Hemmnisse und Katalysatoren digitaler Brief-Infrastrukturen (Thomas Stäcker), 6. Schnelle Wege zu den Briefen (Stefan Dumont), 7. Diskussion fachlicher und förderpolitischer Schlussfolgerungen (Thomas Bürger u.a.).

Jochen Strobel1, Thomas Bürger2

1: Philipps-Universität Marburg, Deutschland
2: Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

Workshop 15
14:00 - 15:30 Uhr (Teil A) und 16:00 - 17:30 (Teil B) Ort: S 13, Seminargebäude
Die wachsende Vernetzung zwischen Datenrepositorien und der zunehmende Einsatz von Normdaten im Cultural Heritage-Bereich machen Wikidata zu einer vielversprechenden Infrastruktur. Kann Wikidata als Referenzinstrument und flexible Beschreibungsumgebung für Kulturgüter genutzt werden? Anhand von Beispielen aus der Praxis vermittelt der Workshop Möglichkeiten, aber auch Grenzen des Einsatzes von Wikidata in der geisteswissenschaftlichen Forschung.

Claudia Müller-Birn1, Georg Schelbert2, Martin Raspe3, Thorsten Wübbena4

1: Freie Universität Berlin, Deutschland
2: Humboldt-Universität zu Berlin
3: Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte Rom
4: Goethe-Universität Frankfurt

Workshop 16
14:00 - 15:30 Uhr (Teil A) und 16:00 - 17:30 (Teil B) Ort: S 01, Seminargebäude
Unser Anliegen basiert auf einer Erfahrung, die vielen sicher allzu gut bekannt ist: Ausgangspunkt ist die Suche nach einer bestimmten Abbildung, einer historischen Quelle, wie zum Beispiel ein Foto eines Gebäudes. So begibt man sich auf die verschiedenen Online-Plattformen und sucht. Entweder werden gar keine Treffer ausgegeben, etwa, wenn das Gebäude keinen Eigennamen trägt und nicht übermäßig bekannt ist. Oder aber man erhält eine unüberschaubare Flut an Ergebnissen, die leider oftmals nicht relevant für das eigene Suchanliegen sind. So kann die gewünschte Arbeitserleichterung durch digitale Mittel leider fast schon hinderlich wirken.

Kristina Friedrichs1, Sander Münster2, Florian Niebling1, Ferdinand Maiwald2, Jonas Bruschke1, Kristina Barthel2

1: Universität Würzburg, Deutschland
2: TU Dresden, Deutschland

Workshop 17
14:00 - 15:30 Uhr (Teil A) und 16:00 - 17:30 (Teil B) Ort: S 12, Seminargebäude
Reisewege gut und genau zu kennen, ist für die Geschichtsforschung von enormer Bedeutung. Nicht nur, dass so persönliche Kontakte reflektiert werden können, so zeigen die Reisewege vielmehr auf, wie sich Güter oder Ideen verbreitet haben können. Weiterhin zeigen Reisewege auch auf, welches Ortswissen eine bestimmte Person verfügt hat.

Anna Aschauer1, Marco Büchler1, Tobias Gradl2, Andreas Henrich2

1: Institut für Europäische Geschichte, Deutschland
2: Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Eröffnungs-Keynote

Chair: Andreas Speer, Universität zu Köln

Prof. Dr. Dr. h. c. Sybille Krämer

Freie Universität Berlin, Institut für Philosophie

Geht es um eine Kritik an der digitalen Vernunft? Oder kann die ‚digitale Vernunft‘ ihrerseits eine kritische Perspektive eröffnen, insofern ‚der Stachel‘ ihrer Praktiken das Selbstverständnis von Geisteswissenschaften herausfordert? Die leitende Idee ist, dass ein Nachdenken über die ‚strukturentdeckenden ‘, über ‚datengetriebene‘ algorithmische Forschungsverfahren der Digital Humanities die Geistes- und Kulturwissenschaften anregen kann (oder anregen sollte) zu einer Metareflexion, durch welche auch die Verfahrensweisen ‚herkömmlicher‘ geistes- und kulturwissenschaftlicher Forschungsarbeit neu beleuchtet werden. Der dabei eingenommene methodische Gesichtspunkt ist ein praxeologischer: Was eine Wissenschaft ist, zeigt sich im Insgesamt ihres Forschungs-, Lehr- und Vermittlungshandelns.
Alle Geistes- und Kulturwissenschaften zielen darauf, etwas das Texten, Bildern, Artefakten implizit ist, explizit zu machen – ob nun durch traditionelle Interpretation oder algorithmische Datenanalyse. Doch bereits diese Unterscheidung von ‚Interpretation‘ und ‚Datenanalyse‘ hinkt, denn es gibt weder rohe Daten noch material- und texturunabhängige Interpretationen. Doch wenn das so ist: Warum sollte eine maschinelle – im Idealfall statistisch-empirische – Auswertung großer Datenbestände die herkömmlichen geisteswissenschaftlichen Verfahrensweisen in neuem Licht erscheinen lassen?

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